Ohne Namen, ohne Weise, ohne Heim,
das ist das rechte Lied für dich,
Jüngling und Vater.
Schöner als diese Worte
ist die Stille dazwischen:
-Sie ist wie du,
gerade und rein.
Dein Name findet sich
nicht in meinem Gebete:
Als er zum ersten Male
uns genannt wurde und aufgeschrieben,
geschah es nicht deinetwegen;
und du selbst wirktest
nie in deinem Namen,
darum warst du würdig,
ihn einer Braut
und einem Kinde zu geben.
Dein Zurücktreten hat
alle Nachahmer übertrumpft;
als der gröβte vom Weib Geborene
vor der Welt bekannte,
daβ er vor deinem Kinde verschwinden werde,
da warst du längst nicht mehr auf dieser Erde;
du warst vor denen,
die dich Gatte nannten und Vater,
vor Jesus und Maria,
zum Kinde geworden,
lange bevor der Liebling
aus dem Munde des Lebens die Worte vernahm:
Siehe da, deine Mutter!
Oder: Er darf bleiben, wie er ist.
Nur wir heute wollen dich anders:
- Bekehre uns – wir tauschen
deine stille Lilie gegen eine laute Säge;
standest du noch nicht
gebeugt genug?
Und du bekehrst uns:
Du läβt es so geschehen;
denn du wärest deiner Lilie
wirklich nicht wahrer
würdig gewesen.
Zum heiligen Josef
Epoche:
Scholastikat
Simpelveld, 26.5.1952